Beförderung gefährlicher Güter in freigestellten Mengen


Die Beförderung gefährlicher Güter in freigestellten Mengen ist durch genaue Vorschriften festgelegt. Hier finden Sie einen Leitfaden, der Ihnen in einfachen Schritten erklärt, ob Sie Ihre Ware als freigestellte Mengen versenden können, welche Verpackung für den Versand erforderlich ist, wie die Ware zu verpacken und zu kennzeichnen ist.

1. Schritt: Stellen Sie fest, ob die UN-Nummer Ihres Gefahrgutes in freigestellter Menge versendet werden kann
Gefährliche Güter, die in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Kapitels 3.5 ADR/RID/IMDG und des Kapitels 2.6 IATA in freigestellten Mengen befördert werden dürfen, sind gemäß Vorschriften ADR/RID/IMDG in Kapitel 3.2 Tabelle A, Spalte 7b
durch einen alphanumerischen Code – in den IATA-Vorschriften mit dem Buchstaben F – wie folgt dargestellt:

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2. Schritt: Bestimmung der für den Versand zugelassene Verpackungsart
Für das vollständige versandfertige Versandstück mit Innenverpackungen muss der Nachweis erbracht werden, dass es in der Lage ist, ohne Zubruchgehen oder Undichtheit einer Innenverpackung und ohne nennenswerte Verringerung der Wirksamkeit, folgenden entsprechenden dokumentierten Prüfungen standzuhalten:

5-fache Freifallversuche aus einer Höhe von 1,8m:
• flach auf dem Boden;
• flach auf das Oberteil;
• flach auf die längste Seite;
• flach auf die kürzeste Seite;
• auf eine Ecke.

Stapeldruckprüfung:
Das Prüfmuster muss einer Kraft ausgesetzt werden, die auf die Fläche der oberen Seite des Prüfmusters wirkt und die der Gesamtmasse gleicher Versandstücke entspricht, die während der Beförderung darauf gestapelt werden können. Die Höhe des Stapels einschließlich des Prüfmusters muss mindestens 3 Meter betragen. Die Prüfdauer beträgt 24 Stunden.

Das Prüfmuster muss bestimmte Testverfahren erfolgreich bestanden haben (bestätigt durch einen beiliegenden Prüfbericht), bevor das Versandstück als zugelassene Verpackung für gefährliche Güter in freigestellten Mengen gilt.

Um endgültig zugelassen zu werden, soll das Versandstück
a) eine oder mehrere Innenverpackungen beinhalten;
b) Innenverpackungen müssen in deren Außenverpackung so verpackt sein, dass sie unter normalen Beförderungsbedingungen nicht zerbrechen oder durchlöchert werden können oder deren Inhalt nicht in die Außenverpackung austreten kann. Innenverpackungen, die flüssige Stoffe enthalten, müssen vollständig mit einer für die Aufnahme der gesamten in den Innenverpackungen enthaltenen Flüssigkeit ausreichenden Menge eines saugfähigen Stoffes umschlossen sein.


3. Schritt: Kennzeichnung der Versandstücke
In Übereinstimmung mit Kapitel 3.5.4.1 ADR/RID/ADN/IMDG müssen vorbereitete Versandstücke, die gefährliche Güter in freigestellten Mengen enthalten, dauerhaft und lesbar mit dem Kennzeichen für freigestellte Mengen versehen sein.
1) Die erste oder einzige in Kapitel 3.2 ADR/RID/ADN/IMDG in Tabelle A Spalte 5 angegebene Nummer des Gefahrzettels jedes im Versandstück enthaltenen gefährlichen Guts muss auf dem Kennzeichen angegeben werden.
2) Sofern der Name des Absenders oder des Empfängers nicht an einer anderen Stelle des Versandstückes angegeben ist, muss das Kennzeichen für freigestellte Mengen diese Information enthalten


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